Skip to content
View in the app

A better way to browse. Learn more.

Valid Strategies

Eine Vollbild-App auf Ihrem Startbildschirm mit Push-Benachrichtigungen, Abzeichen und mehr.

To install this app on iOS and iPadOS
  1. Tap the Share icon in Safari
  2. Scroll the menu and tap Add to Home Screen.
  3. Tap Add in the top-right corner.
To install this app on Android
  1. Tap the 3-dot menu (⋮) in the top-right corner of the browser.
  2. Tap Add to Home screen or Install app.
  3. Confirm by tapping Install.
Stellt euch vor, ihr wandelt durch die verregneten neonfarbenen Straßenschluchten eines New Yorks, das ihr so noch nie gesehen habt. Wir schreiben das Jahr 2329. Die Menschheit hat das Unmögliche geschafft: Sie hat den Tod besiegt – zumindest theoretisch. In dieser dystopischen Welt von Nobody Wants to Die ist das Bewusstsein nichts weiter als ein Datensatz, der auf einem Gerät namens "Icorite" gespeichert und von einem Körper in den nächsten übertragen werden kann. Doch Unsterblichkeit ist kein Geburtsrecht, sondern ein teures Abonnement. Wer seine Gebühren nicht zahlt, verliert seinen Körper an die Elite und landet in einer riesigen digitalen Datenbank, der "Bank".

Ein Detektiv zwischen den Welten
Ihr schlüpft in die Rolle von James Karra, einem Ermittler des "Mortality Departments", der bereits in seinem vierten Körper steckt und mehr als hundert Jahre Lebenserfahrung – und Traumata – mit sich herumschleppt. James ist ein Mann, der von den Geistern seiner Vergangenheit heimgesucht wird, insbesondere von der Erinnerung an seine verstorbene Frau Rachel. Sein Leben ist gezeichnet von Alkohol, Zynismus und einem schweren Unfall, der ihn fast den Job gekostet hätte.
Die Geschichte nimmt Fahrt auf, als James von seinem Vorgesetzten auf einen inoffiziellen Fall angesetzt wird: Der rätselhafte Tod von Edward Green, einem der mächtigsten Männer der Stadt. Was wie ein Unfall aussehen soll, entpuppt sich schnell als das Werk eines Serienkillers, der es auf die Elite abgesehen hat. Das Besondere dabei? Die Opfer sterben endgültig, da ihr Icorite zerstört wird. In einer Welt ohne Abschied ist ein permanenter Mord das ultimative Verbrechen.
Technologie und Vertrauen
An eurer Seite – oder besser gesagt, in eurem Ohr – habt ihr die junge Verbindungsoffizierin Sara Kai. Während ihr durch prachtvolle Penthouses und heruntergekommene Slums navigiert, entwickelt sich zwischen dem abgebrühten James und der idealistischen Sara eine komplexe Beziehung. Gemeinsam nutzt ihr futuristische Werkzeuge wie den "Rekonstruktor", mit dem ihr die Zeit an Tatorten manipulieren könnt, um vergangene Ereignisse wie ein Hologramm wieder auferstehen zu lassen.
Ihr müsst Beweise sammeln, Indizien kombinieren und in James' Wohnung an einer Pinwand zu logischen Schlussfolgerungen zusammenfügen. Doch hütet euch: Eure Entscheidungen in den Dialogen und bei der Beweissicherung haben echtes Gewicht. Sie beeinflussen nicht nur den Ausgang der Ermittlungen, sondern auch das Schicksal der Charaktere.
Der Abgrund der Unsterblichkeit
Je tiefer ihr grabt, desto mehr erkennt ihr, dass der Killer nicht nur aus reiner Mordlust handelt. Es geht um eine Verschwörung, die die Grundfesten dieser Gesellschaft erschüttert. Ihr stoßt auf das "Desynchronisationssyndrom", eine schleichende Krankheit, die jeden ereilt, der zu lange lebt. Die Jagd führt euch zu schockierenden Wahrheiten über die Erschaffung der Icorite-Technologie und die dunklen Geheimnisse hinter der ewigen Jugend der Reichen.
Am Ende steht ihr vor der Frage, was es wirklich bedeutet, menschlich zu sein, wenn der Körper nur noch eine austauschbare Hülle ist. Die verschiedenen Enden des Spiels konfrontieren euch mit der harten Realität: Ob James Erlösung findet oder in einer ewigen Gefangenschaft aus Schuldgefühlen und Technologie endet, liegt ganz in euren Händen.

Ein lohnender Ausflug in eine düstere Zukunft?
Nobody Wants to Die ist ein kompaktes Spiel, für einen Durchgang braucht ihr ca. 5-6 Stunden. Das war für mich – neben dem interessanten Szenario – ein wesentlicher Grund, dem Spiel überhaupt eine Chance zu geben, denn ich habe es schon zu häufig erlebt, dass sich gerade storylastige Spiele ewig hinziehen, um dem Käufer einen (vermeintlich) hohen Gegenwert für sein Geld zu bieten. Doch unter den unnötigen Längen leiden häufig der Fluss und die Qualität der Geschichte. Gelingt es Nobody Wants to Die also, packendes Gameplay mit einer spannenden Story zu verbinden? Das kommt wesentlich darauf an, welche Erwartungen ihr an das Spiel habt.
Das Spiel macht optisch Einiges her. Die Schauplätze sind detailliert gestaltet, stimmungsvoll ausgeleuchtet und die dystopische Zukunftswelt erscheint äußerst überzeugend. Die finsteren Häuserschluchten, die so tief sind, dass die Sonne keine Chance mehr hat, den Boden zu erreichen, der endlose Verkehr auf verschiedenen Ebenen, die Einsamkeit und die Anonymität in dieser dunklen, rauen Stadt kommen sehr gut rüber. Allein wegen der Optik hat es schon sehr großen Spaß gemacht, die Schauplätze im Spiel zu erkunden.
Auch die Story weiß zu begeistern. Wer das bekannte Narrativ von „Die da oben gegen die da unten“ und zahlreiche Andeutungen auf dem Weg zum Finale und zur großen Auflösung mag, wird hier gut bedient, auch wenn die Handlung insgesamt durchaus vorhersehbar verläuft. Und was das eigentliche Spielprinzip anbelangt, so folgt Nobody Wants to Die typischen Adventure-Standards. Es gibt viel zu Klicken, z.B. um Gegenstände in der Welt zu finden und anzuschauen, hier und da sind kleinere Rätsel zu lösen und ganz generell stehen die Erkundung der Welt und die Dialoge im Vordergrund.
Und trotz all diesen positiven Aspekten ist Nobody Wants to Die in meinen Augen dennoch nur ein durchschnittliches Spiel. Sofort zu Beginn hat mich die fehlende Bewegungsfreiheit gestört. Die Welt ist optisch toll, aber ihr könnt euch nur sehr begrenzt in der Umgebung bewegen. Der Erkundungsdrang wird dadurch in allen Leveln permanent begrenzt. Zudem sind alle Schauplätze war sehr detailliert gestaltet, aber ziemlich leblos. Obwohl ihr euch in einer Metropole befindet, begegnet ihr kaum Menschen.

Der Verlauf der Story streng linerar. Alles, was ihr erlebt, ist genauestens vorgegeben. Es gibt quasi nichts abseits der Hauptstory zu entdecken, von ein paar wenigen Rätseln für ein paar Achievements einmal abgesehen. In Dialogen habt ihr zumeist mehrere Antwortmöglichkeiten, aber die Auswirkungen beschränken sich darauf, dass euch in künftigen Gesprächen mehr oder weniger Reaktionen zur Verfügung stehen. Die eigentliche Story ändert sich dadurch nicht. Zum Schluss erwarten euch zwar zwei unterschiedliche Enden, ein positiveres und ein negativeres. Beide sind jedoch gegeneinander austauschbar. Sämtliche Rätsel sind anspruchslos, die Lösung liegt zumeist auf der Hand.
Für wen lohnt sich Nobody Wants to Die also? Wer für das Szenario etwas übrig hat und ansonsten lediglich eine Art interaktiven Film spielen möchte, der wird für 5-6 Stunden gut unterhalten. Im Sale für wenige EUR gekauft, sollte man dem Spiel unbedingt eine Chance geben. Fallen diese Positivpunkte jedoch nicht stark ins Gewicht, bleibt ein kurzer Ausflug in eine Welt, in der man permanent das Gefühl hat, das es so viel mehr zu erzählen und zu entdecken gäbe.
Wertung: 4 von 10 Punkte

Es gibt diese Spiele, die hat man einfach nicht auf dem Schirm. Planet of Lana war bei mir so ein Fall, denn der Titel befindet sich schon länger in meiner Steam-Bibliothek, aber weder weiß ich, wann er dort hinzugekommen ist, noch habe ich ihm bislang Beachtung geschenkt. Als ich jedoch kürzlich anlässlich der Veröffentlichung des Nachfolgers Planet of Lana 2 von den äußerst positiven Rezensionen zu dem ersten Teil der Serie erfuhr, wurde ich dann doch neugierig – und gab Planet of Lana eine Chance.

Das Ende eines Idylls
In Planet of Lana taucht ihr in die Welt von Novo ein und erlebt als 12-jährige Lana den Moment, in dem euer friedliches Heimatdorf von einer mechanischen Invasion aus dem All überfallen wird. Ihr müsst mit ansehen, wie eure ältere Schwester Elo und eure Freunde von kalten, außerirdischen Robotern entführt werden, was euch auf eine gefährliche Rettungsmission quer durch atemberaubende Landschaften führt.
Schon bald seid ihr jedoch nicht mehr allein, denn ihr trefft auf Mui, ein kleines, katzenartiges Wesen, mit dem ihr eine tiefe, fast telepathische Verbindung eingeht. Gemeinsam nutzt ihr eure unterschiedlichen Fähigkeiten, um komplexe Rätsel zu lösen und den tödlichen Maschinen auszuweichen, die auf dem Planeten patrouillieren, während ihr durch dichte Wälder, unterirdische Höhlen und staubige Wüsten wandert.
Während eurer beschwerlichen Reise entdeckt ihr in verborgenen Schreinen Fragmente einer vergessenen Geschichte, die weit über eure eigene Rettungsmission hinausgeht. Diese Enthüllungen lassen euch begreifen, dass eure Vorfahren einst als Flüchtlinge von der Erde kamen und die Roboter ursprünglich als Beschützer konzipiert waren, die sich um das Wohl der Menschen kümmern sollten. Ihr erfahrt, dass die Menschen über Jahrhunderte ihre technologische Herkunft vergaßen und zu einer einfachen Lebensweise im Einklang mit der Natur zurückkehrten, während die Maschinen einer verzerrten Interpretation ihrer alten Protokolle folgten, was schließlich zu der aktuellen Invasion führte. Diese Erkenntnis verleiht eurem Kampf eine tragische Note, da die vermeintlichen Invasoren eigentlich Diener sind, deren Programmierung außer Kontrolle geraten ist.
In einem herzzerreißenden Finale stellt ihr euch dem Kern der Bedrohung, wobei Mui eine entscheidende Rolle spielt, um Lana die Rettung von Elo zu ermöglichen.
Kein Spiel wie jedes andere
Planet of Lana ist ein Jump and Run, in dem ihr genretypisch mehr oder weniger knifflige Sprungeinlagen absolvieren und kleinere Rätsel lösen müsst. So weit, so erwartbar. Doch sofort nach dem Spielstart fällt euch eine Besonderheit von Planet of Lana auf: Sämtliche Grafiken sind handgezeichnet. Ich war bezüglich der Optik anfangs skeptisch und auf Screenshots kommt die Atmosphäre meines Erachtens nicht vollumfänglich rüber, aber wenn ihr den Titel spielt und in bewegten Bildern seht, werdet ihr sofort merken, wie unglaublich stimmungsvoll die ganze Welt ist. Das liegt an einem durchdachten Stil, passend gewählten Farben, detailreichen Schauplätzen und abwechslungsreichen Gebieten, die ihr durchstreift. Ich habe Planet of Lana zweimal durchgespielt (das zweite Mal, um das letzte Achievement „Makellos“ für einen Spieldurchgang ohne zu sterben zu bekommen) und erst beim zweiten Durchgang ist mir so richtig bewusst geworden, wie individuell jeder Abschnitt im Spiel designt worden ist. Den Entwicklern ist es fantastisch gelungen, eine Welt zu erschaffen, die in Erinnerung bleibt.

Es klingt fantastisch
Ganz wesentlich zur Atmosphäre trägt auch der Soundtrack des Spiels bei, der vom japanischen Komponisten Takeshi Furukawa stammt. Furukawa hat bereits Erfahrungen in der Spiele- und auch in der Filmbranche gesammelt. Die sanften und oft von Streichern, Holzbläsern und Klavierakkorden begleiteten Stücke tragen die Handlung und unterstreichen die Dramatik, die ihr als Lana im Spiel erlebt. Der Moment, als mitten im Spiel in einer markanten Szene der Titelsong einsetzt, lässt euch für einen Moment gedanklich auf eure bisherige Reise zurückblicken und sorgt für Gänsehaut.
Überhaupt spielt Musik eine größere Rolle, auch spielerisch, denn die Roboter in Planet of Lana scheinen auf Klänge zu reagieren. Was es genau damit auf sich hat, erfahrt ihr im Laufe eurer Reise…
Eine rätselhafte Reise mit (kleinen) Hindernissen
Und wie fügen sich die Sprung- und Rätseleinlagen ins Spiel ein? Häufig scheinen diese Elemente in Jump and Runs „nerviges Beiwerk“ zu sein, aber in Planet of Lana passen sie sehr gut in die Welt. Die Rätsel beschränken sich im Wesentlichen auf das Verschieben von Kisten, z.B. um einen höher gelegenen Vorsprung zu erreichen, oder auf das korrekte Platzieren von Plattformen, um einen Abgrund zu überwinden. In zwei Fällen müsst ihr an Terminals eine musikalische Tonfolge korrekt einstellen, damit es weitergeht. Die Hinweise auf die Lösung befinden sich in unmittelbarer Nähe. Das ist alles nicht allzu schwierig, sämtliche Rätsel lassen sich mit ein wenig Nachdenken lösen.
Die Steuerung ist präzise (ein Controller wird empfohlen, aber auch mit Maus und Tastatur lässt es sich sehr gut spielen) und kommt ohne besondere Eingaben aus, sodass ihr euch sofort nach Spielbeginn problemlos durch die Welt von Novo bewegt. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, das Spiel sei unfair. Trotzdem wird vorsichtiges Vorgehen natürlich belohnt: Wer blindwütig nach vorne stürmt und ungeduldig ist, springt womöglich das eine oder andere Mal in den Abgrund oder wird von den Roboterinvasoren erledigt.
Spielspaß für zwei Abende
Das Spiel ist nicht besonders umfangreich, nach ca. 3-5 Stunden seid ihr durch. Aber diese Zeit ist dank des abwechslungsreichen Leveldesigns, der Story zum Mitfühlen und der passenden musikalischen Untermalung perfekt ausgefüllt. Mir persönlich hat der kompakte Umfang sehr gut gefallen – endlich mal wieder ein Spiel, dass sich traut, seine Story stringent zu erzählen und diese nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
Wer mehr Abenteuer in der Welt von Novo erleben möchte, kann dies jüngst mit dem Nachfolger Planet of Lana 2 tun. Darin kehrt ihr an die Seite eures treuen Begleiters Mui zurück und seht euch mit einer neuen Bedrohung konfrontiert: Ein Stamm namens Dingala nutzt die alte Technologie, um die Ressourcen des Planeten rücksichtslos auszubeuten. Als Lanas Nichte Ana in diesen Konflikt hineingezogen wird, liegt es erneut an euch, die Seele eurer Heimat zu schützen und tiefer in die dunklen Geheimnisse von Novo einzutauchen, während ihr neue Gebiete wie eisige Gebirge und tropische Inseln erkundet.

Fazit
Wenn ihr meinen Text bis hierhin gelesen habt, wisst ihr, dass Planet of Lana in meinen Augen ein großartiges Spiel ist. Wer auch nur ansatzweise etwas für Jump and Runs übrig hat, sollte dem Titel unbedingt eine Chance geben. Der Titel ist immer mal wieder im Angebot und kostet nur ca. 5 EUR – eine äußerst lohnende Investition.
Gibt es auch Dinge, die mich gestört haben? Tatsächlich fällt es mir schwer, negative Kritik zu üben. Das, was es will, macht Planet of Lana beinahe perfekt. Die Grafik, der Sound, das eigentliche Gameplay – all das funktioniert sehr gut. Selbst der zweite Durchgang, den ich zwecks Erreichens des Achievements „Makellos“ absolviert habe, machte direkt wieder Spaß. Wobei: Vielleicht lässt sich an dieser Stelle dann doch (leichte) Kritik üben, denn in einem Jump and Run vom Spieler zu verlangen, über den gesamten Durchgang hinweg kein einziges Mal zu sterben, fordert viel Geduld. Ein falscher Sprung und ihr müsst von vorne anfangen. Dieses Achievement richtet sich also vornehmlich an ehrgeizige frustresistente Spieler und hat meines Erachtens in einem Jump and Run nichts zu suchen.
Den Nachfolger habe ich noch nicht gespielt, aber das werde definitiv noch nachholen. Planet of Lana hat mich rundum überzeugt und ich empfehle jedem den Ausflug in die Welt von Novo.
Wertung: 9 von 10 Punkte

Ich habe Assassin's Creed - Origins im Dezember 2025 inklusive aller verfügbaren DLCs für unter 10 EUR auf Steam erworben. Mein letzter Kontakt mit der Spieleserie war Assassin's Creed 2 aus dem Jahre 2009. Die Assassinen-Hintergrundgeschichte und die Ubisoft-typische Open World mit endlos vielen zu erledigenden Aufgaben haben mich nie besonders interessiert und so geriet die Serie bei mir in Vergessenheit. Dank des günstigen Angebots im letzten Sale auf Steam wollte ich Assassin's Creed allerdings noch einmal eine Chance geben.
Assassin's Creed - Origins habe ich dann in ca. 85 Stunden komplett durchgespielt und dabei auch 100% der Achievements freigeschaltet. Der folgende Text spiegelt meine Eindrücke zu dem Spiel wider und beantwortet auch die Frage, ob ich Assassin's Creed - Origins weiterempfehle.

Handlung
Stellt euch vor, ihr steht inmitten der endlosen, goldenen Dünen Ägyptens, während die heiße Wüstensonne auf euren Nacken brennt und der Wind den feinen Sand gegen eure Rüstung peitscht. In Assassin's Creed - Origins werdet ihr nicht einfach nur Zeugen einer Geschichte; ihr werdet Teil des monumentalen Umbruchs einer ganzen Zivilisation am Ende der Ptolemäerzeit um 49 v. Chr. Ihr schlüpft in die Haut von Bayek von Siwa, einem Medjay, der als traditioneller Beschützer seines Volkes tief in der ägyptischen Kultur verwurzelt ist. Doch eure Reise beginnt nicht mit Ehre oder Pflichtgefühl, sondern mit einem tiefen, alles verzehrenden Schmerz: Dem Verlust eures Sohnes Khemu, der durch die Hände einer mysteriösen Gruppe maskierter Männer sterben musste.
Gemeinsam mit eurer Frau Aya, einer ebenso fähigen wie entschlossenen Kriegerin, begebt ihr euch auf einen gnadenlosen Rachefeldzug, der euch von der Oase Siwa bis in das prächtige Alexandria und das geschäftige Memphis führt. Während ihr die Verantwortlichen jagt, erkennt ihr schnell, dass hinter dem Mord an eurem Sohn weitaus größere Mächte stecken. Ihr deckt die Existenz des Ordens der Ältesten auf – eine geheime Organisation, die nach absoluter Kontrolle strebt und den jungen Pharao Ptolemaios XIII. wie eine Marionette benutzt. Diese Gruppe bildet die ideologische Vorstufe dessen, was ihr aus späteren Teilen der Serie als den Templerorden kennt.
Ihr werdet direkt in die politischen Intrigen der Epoche hineingezogen und müsst euch entscheiden, wem ihr euer Vertrauen schenkt. Ihr geht ein fragiles Bündnis mit der verbannten Königin Kleopatra ein, die versucht, ihren Thron von ihrem Bruder zurückzuerobern. An ihrer Seite erlebt ihr den Einfluss des aufstrebenden Römischen Reiches und begegnet historischen Schwergewichten wie Julius Cäsar. Doch während ihr für Kleopatra kämpft, müsst ihr schmerzlich feststellen, dass politische Loyalitäten oft flüchtig sind und Machtmenschen am Ende meist nur ihren eigenen Ambitionen folgen.
Dieser Verrat und die Erkenntnis, dass der Orden der Ältesten eine Bedrohung für die Freiheit der gesamten Menschheit darstellt, führen zu einem historischen Wendepunkt: Ihr legt den Grundstein für die Bruderschaft der "Verborgenen", die erste Inkarnation der Assassinen. Ihr seid es, die das berühmte Credo definieren und lernen, dass man im Schatten arbeiten muss, um dem Licht zu dienen. Sogar das ikonische Logo der Assassinen findet hier seinen Ursprung, als ein symbolischer Abdruck im Sand. Die persönliche Tragödie von Bayek und Aya wandelt sich in eine globale Ideologie des Widerstands gegen die Unterdrückung.
Parallel zu diesen antiken Ereignissen findet ihr euch in der Gegenwart wieder, wo ihr die junge Forscherin Layla Hassan steuert. Sie hat einen modifizierten Animus entwickelt, der es ihr erlaubt, die Erinnerungen von Bayek und Aya zu durchleben, ohne direkt von Abstergo Industries autorisiert zu sein. Während ihr tief in die Vergangenheit eintaucht, müsst ihr in der realen Welt Laylas Versteck vor den Agenten von Abstergo verteidigen und begreifen, dass der uralte Konflikt zwischen Freiheit und Kontrolle niemals wirklich geendet hat.
Am Ende dieser epischen Reise steht für euch die bittere, aber notwendige Entscheidung von Bayek und Aya, ihre Ehe zu opfern, um sich vollkommen ihrer neuen Bestimmung als Beschützer der Menschheit zu widmen. Während Bayek die Bruderschaft in Ägypten festigt, reist Aya als Amunet nach Rom, um den Kampf gegen die Tyrannei direkt in das Herz des Imperiums zu tragen. Ihr habt nicht nur die Ursprünge eines Ordens erlebt, sondern seid selbst zum Architekten einer Legende geworden, die Jahrtausende überdauern wird.

3 Dinge, die mir nicht gefallen haben
Assassin's Creed - Origins ist ein typisches Ubisoft-Open-World-Spiel, in dem es darum geht, unzählige Aufgaben auf der gesamten Karte zu erledigen. Spätestens nach 20 Spielstunden hat man jedoch alle Varianten dieser Aufgaben gesehen, egal ob es darum geht, ein Banditenlager zu infiltrieren, eine vermisste Person zu retten oder jemandem bestimmte Materialien zu bringen. Die Aufgabenmasse zeugt also keinesfalls von Abwechslung. Problematisch ist, dass die ganzen Aufgaben nicht optional sind. Selbst wenn man lediglich der Hauptstory folgen möchte, muss man diverse Nebenaufgaben absolvieren, um über ausreichend gewonnene Erfahrungspunkte das erforderliche Level für ein Weiterkommen zu erreichen. Jede Mission erfordert eine gewisse Stufe eures Protagonisten. Gegner, die 3-4 Level über eurer Stufe liegen, lassen sich kaum noch besiegen. Eure Angriffe verursachen schlicht kaum Schaden und umgekehrt überlebt ihr bereits wenige gegnerische Treffer nicht. Assassin's Creed - Origins bremst euch also künstlich aus. Es fühlt sich an, als würdet ihr andauernd gegen eine unsichtbare Mauer rennen, solange ihr nicht fleißig die immergleichen Nebenaufgaben erledigt, um im Level aufzusteigen.
Ebenfalls störend sind die gelegentlichen Bosskämpfe. Hierbei handelt es sich um Begegnungen mit besonders starken Widersachern, die dank enorm vieler Lebenspunkte selbst dann nicht sofort besiegt werden können, wenn ihr euch mit eurem Charakter mehrere Level oberhalb der gegnerischen Stufe bewegt. Neben Kriegselefanten waren die Götter im Jenseits besonders nervig, denen ihr im späteren Spielverlauf begegnet und die ihr in einer Arena bekämpft. Hier hieß es die gegnerischen Bewegungsmuster auswendig zu lernen und dann oftmals 15-20 Minuten lang die immergleiche Abfolge aus Angriff und Ausweichen durchzuführen, bis der Boss endlich erledigt war. Die Herausforderung hielt sich in Grenzen, das Ganze war eher nervig.
Abseits der spielerischen Mechaniken war schließlich aber auch die Story enttäuschend. Das Ägypten-Setting und auch der Assassinen-Hintergrund hätten viel Raum für eine spannende Geschichte geboten. Stattdessen verlieren sich die Handlungsstränge in der Belanglosigkeit, sodass man schnell das Interesse an den Charakteren und ihrer Vergangenheit verliert. Es gibt auch keine Entscheidungen, die man als Spieler treffen könnte. Die Geschichte verläuft streng linear und ohne Überraschungen.
3 Dinge, die mir gefallen haben
Auf der Habenseite verbucht Assassin's Creed - Origins zunächst ganz klar die Spielwelt. Das Ägypten-Setting ist unverbraucht und die Welt wurde liebevoll mit vielen Details zum Leben erweckt. Die Grafik ist selbst 2026 noch sehr gut, die Charaktere bewegen sich flüssig und scheinen einem Tagesablauf zu folgen, jede Region, die ihr im Spiel neu entdeckt, sieht leicht unterschiedlich aus und ihr erkundet viele Sehenswürdigkeiten, die man typischerweise mit dem antiken Ägypten verbindet (die Pyramiden, die Sphinx, diverse Grabkammern, Tempel und so weiter). Das motiviert zum Erkunden und Weiterspielen, ganz unabhängig von der in meinen Augen schwachen Hauptstory.
Unerwartet interessant waren auch die sogenannten Entdeckungstouren. Hierbei handelt es sich um einen separat ansteuerbaren Punkt im Hauptmenü von Assassin's Creed - Origins, über den ihr – völlig losgelöst vom eigentlichen Spiel – diverse Schauplätze in der Welt des Spiels besuchen und euch in mehreren virtuellen Rundgängen von einem Sprecher Informationen rund um die Entwicklung des Spiels und historische Details über Ägypten und die damaligen Lebensumstände erklären lassen könnt. Ich empfehle, die Entdeckungstouren nach ca. 20 Spielstunden immer mal wieder neben eurem regulären Spielfortschritt einzustreuen, da ihr so einen ganz anderen Blickwinkel auf Assassin's Creed - Origins erhaltet und der weitere Spielverlauf dadurch interessanter wird, dass euch künftig Details auffallen werden, die die Entwickler in das Spiel eingebaut haben, und die ihr andernfalls womöglich gar nicht wahrnehmen würdet.
Positiv hervorzuheben ist schließlich auch das Kampfsystem. Nach kurzer Eingewöhnungszeit gelingen treffsichere Abfolgen und Kombinationen aus Zuschlagen, Ausweichen und erneut Angreifen sehr gut, sodass sich die Kämpfe flüssig anfühlen. Unterschiedliche Waffentypen – Assassin's Creed - Origins bietet Schwerter, Keulen, Speere, Bögen und ähnliches typisches Gerät – fordern leicht verschiedene Vorgehensweisen, um maximal wirksam zu sein. Wer besser kombiniert, blockt und sich im Kampf bewegt, erlangt schnellere, effektivere Erfolge. Insoweit spielt in einem gewissen Umfang auch Können in die Kämpfe hinein. Das motiviert und unterhält über weite Teile des Spiels hinweg.

Fazit
Ist Assassin's Creed - Origins also nun ein empfehlenswertes Spiel? Für Freunde der Ubisoft-typischen Open-World-Spiele, in denen es endlos viele Aufgaben zu erledigen gibt, und ganz allgemein für Fans der Assassin's-Creed-Serie ganz sicher. Aber selbst für mich, der ich in Spielen grundsätzlich immer einen großen Wert auf eine abwechslungs- und wendungsreiche Story lege und aufgezwungene langatmige Bosskämpfe nervig und nicht herausfordernd finde, ist der Titel alles in allem eine positive Erfahrung gewesen. Das Ägyptenszenario und die hübsche lebendige Spielwelt gleicht für mich viele spielerische Schwächen aus und hat wesentlich dazu beigetragen, dass ich Assassin's Creed - Origins komplett durchgespielt habe. Von meinen ca. 85 Stunden Spielzeit hatte ich bestimmt 40-50 Stunden lang Spaß, bevor der Einsatz der restlichen Zeit nur noch dem vollständigen Abschluss aller Aufgaben im Spiel diente – in meinen Augen ist das ein guter Wert. Wer Assassin's Creed - Origins dann auch noch in einem Sale günstig erwirbt, erhält viel Spielzeit für sein Geld.
Wertung: 7 von 10 Punkte

Konto

Navigation

Suchen

Suchen

Push-Benachrichtigungen im Browser konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Tap the lock icon next to the address bar.
  2. Tap Permissions → Notifications.
  3. Adjust your preference.
Chrome (Desktop)
  1. Click the padlock icon in the address bar.
  2. Select Site settings.
  3. Find Notifications and adjust your preference.