Schön, dass du hierher gefunden hast. Ich mag ältere und neuere PC-Spiele, für die ich von Zeit zu Zeit German Language Packs erstelle, schreibe über meine Eindrücke zu von mir gespielten Games und zukünftig vielleicht auch über andere Dinge, die mir gerade (noch) nicht in den Sinn kommen. Viel Spaß auf meiner Website.
Stellt euch vor, ihr wandelt durch die verregneten neonfarbenen Straßenschluchten eines New Yorks, das ihr so noch nie gesehen habt. Wir schreiben das Jahr 2329. Die Menschheit hat das Unmögliche geschafft: Sie hat den Tod besiegt – zumindest theoretisch. In dieser dystopischen Welt von Nobody Wants to Die ist das Bewusstsein nichts weiter als ein Datensatz, der auf einem Gerät namens "Icorite" gespeichert und von einem Körper in den nächsten übertragen werden kann. Doch Unsterblichkeit ist kein
Es gibt diese Spiele, die hat man einfach nicht auf dem Schirm. Planet of Lana war bei mir so ein Fall, denn der Titel befindet sich schon länger in meiner Steam-Bibliothek, aber weder weiß ich, wann er dort hinzugekommen ist, noch habe ich ihm bislang Beachtung geschenkt. Als ich jedoch kürzlich anlässlich der Veröffentlichung des Nachfolgers Planet of Lana 2 von den äußerst positiven Rezensionen zu dem ersten Teil der Serie erfuhr, wurde ich dann doch neugierig – und gab Planet of Lana eine Ch
Ich habe Assassin's Creed - Origins im Dezember 2025 inklusive aller verfügbaren DLCs für unter 10 EUR auf Steam erworben. Mein letzter Kontakt mit der Spieleserie war Assassin's Creed 2 aus dem Jahre 2009. Die Assassinen-Hintergrundgeschichte und die Ubisoft-typische Open World mit endlos vielen zu erledigenden Aufgaben haben mich nie besonders interessiert und so geriet die Serie bei mir in Vergessenheit. Dank des günstigen Angebots im letzten Sale auf Steam wollte ich Assassin's Creed allerdi
Stellt euch vor, ihr wandelt durch die verregneten neonfarbenen Straßenschluchten eines New Yorks, das ihr so noch nie gesehen habt. Wir schreiben das Jahr 2329. Die Menschheit hat das Unmögliche geschafft: Sie hat den Tod besiegt – zumindest theoretisch. In dieser dystopischen Welt von Nobody Wants to Die ist das Bewusstsein nichts weiter als ein Datensatz, der auf einem Gerät namens "Icorite" gespeichert und von einem Körper in den nächsten übertragen werden kann. Doch Unsterblichkeit ist kein Geburtsrecht, sondern ein teures Abonnement. Wer seine Gebühren nicht zahlt, verliert seinen Körper an die Elite und landet in einer riesigen digitalen Datenbank, der "Bank".
Ein Detektiv zwischen den Welten Ihr schlüpft in die Rolle von James Karra, einem Ermittler des "Mortality Departments", der bereits in seinem vierten Körper steckt und mehr als hundert Jahre Lebenserfahrung – und Traumata – mit sich herumschleppt. James ist ein Mann, der von den Geistern seiner Vergangenheit heimgesucht wird, insbesondere von der Erinnerung an seine verstorbene Frau Rachel. Sein Leben ist gezeichnet von Alkohol, Zynismus und einem schweren Unfall, der ihn fast den Job gekostet hätte. Die Geschichte nimmt Fahrt auf, als James von seinem Vorgesetzten auf einen inoffiziellen Fall angesetzt wird: Der rätselhafte Tod von Edward Green, einem der mächtigsten Männer der Stadt. Was wie ein Unfall aussehen soll, entpuppt sich schnell als das Werk eines Serienkillers, der es auf die Elite abgesehen hat. Das Besondere dabei? Die Opfer sterben endgültig, da ihr Icorite zerstört wird. In einer Welt ohne Abschied ist ein permanenter Mord das ultimative Verbrechen. Technologie und Vertrauen An eurer Seite – oder besser gesagt, in eurem Ohr – habt ihr die junge Verbindungsoffizierin Sara Kai. Während ihr durch prachtvolle Penthouses und heruntergekommene Slums navigiert, entwickelt sich zwischen dem abgebrühten James und der idealistischen Sara eine komplexe Beziehung. Gemeinsam nutzt ihr futuristische Werkzeuge wie den "Rekonstruktor", mit dem ihr die Zeit an Tatorten manipulieren könnt, um vergangene Ereignisse wie ein Hologramm wieder auferstehen zu lassen. Ihr müsst Beweise sammeln, Indizien kombinieren und in James' Wohnung an einer Pinwand zu logischen Schlussfolgerungen zusammenfügen. Doch hütet euch: Eure Entscheidungen in den Dialogen und bei der Beweissicherung haben echtes Gewicht. Sie beeinflussen nicht nur den Ausgang der Ermittlungen, sondern auch das Schicksal der Charaktere. Der Abgrund der Unsterblichkeit Je tiefer ihr grabt, desto mehr erkennt ihr, dass der Killer nicht nur aus reiner Mordlust handelt. Es geht um eine Verschwörung, die die Grundfesten dieser Gesellschaft erschüttert. Ihr stoßt auf das "Desynchronisationssyndrom", eine schleichende Krankheit, die jeden ereilt, der zu lange lebt. Die Jagd führt euch zu schockierenden Wahrheiten über die Erschaffung der Icorite-Technologie und die dunklen Geheimnisse hinter der ewigen Jugend der Reichen. Am Ende steht ihr vor der Frage, was es wirklich bedeutet, menschlich zu sein, wenn der Körper nur noch eine austauschbare Hülle ist. Die verschiedenen Enden des Spiels konfrontieren euch mit der harten Realität: Ob James Erlösung findet oder in einer ewigen Gefangenschaft aus Schuldgefühlen und Technologie endet, liegt ganz in euren Händen.
Ein lohnender Ausflug in eine düstere Zukunft? Nobody Wants to Die ist ein kompaktes Spiel, für einen Durchgang braucht ihr ca. 5-6 Stunden. Das war für mich – neben dem interessanten Szenario – ein wesentlicher Grund, dem Spiel überhaupt eine Chance zu geben, denn ich habe es schon zu häufig erlebt, dass sich gerade storylastige Spiele ewig hinziehen, um dem Käufer einen (vermeintlich) hohen Gegenwert für sein Geld zu bieten. Doch unter den unnötigen Längen leiden häufig der Fluss und die Qualität der Geschichte. Gelingt es Nobody Wants to Die also, packendes Gameplay mit einer spannenden Story zu verbinden? Das kommt wesentlich darauf an, welche Erwartungen ihr an das Spiel habt. Das Spiel macht optisch Einiges her. Die Schauplätze sind detailliert gestaltet, stimmungsvoll ausgeleuchtet und die dystopische Zukunftswelt erscheint äußerst überzeugend. Die finsteren Häuserschluchten, die so tief sind, dass die Sonne keine Chance mehr hat, den Boden zu erreichen, der endlose Verkehr auf verschiedenen Ebenen, die Einsamkeit und die Anonymität in dieser dunklen, rauen Stadt kommen sehr gut rüber. Allein wegen der Optik hat es schon sehr großen Spaß gemacht, die Schauplätze im Spiel zu erkunden. Auch die Story weiß zu begeistern. Wer das bekannte Narrativ von „Die da oben gegen die da unten“ und zahlreiche Andeutungen auf dem Weg zum Finale und zur großen Auflösung mag, wird hier gut bedient, auch wenn die Handlung insgesamt durchaus vorhersehbar verläuft. Und was das eigentliche Spielprinzip anbelangt, so folgt Nobody Wants to Die typischen Adventure-Standards. Es gibt viel zu Klicken, z.B. um Gegenstände in der Welt zu finden und anzuschauen, hier und da sind kleinere Rätsel zu lösen und ganz generell stehen die Erkundung der Welt und die Dialoge im Vordergrund. Und trotz all diesen positiven Aspekten ist Nobody Wants to Die in meinen Augen dennoch nur ein durchschnittliches Spiel. Sofort zu Beginn hat mich die fehlende Bewegungsfreiheit gestört. Die Welt ist optisch toll, aber ihr könnt euch nur sehr begrenzt in der Umgebung bewegen. Der Erkundungsdrang wird dadurch in allen Leveln permanent begrenzt. Zudem sind alle Schauplätze war sehr detailliert gestaltet, aber ziemlich leblos. Obwohl ihr euch in einer Metropole befindet, begegnet ihr kaum Menschen.
Der Verlauf der Story streng linerar. Alles, was ihr erlebt, ist genauestens vorgegeben. Es gibt quasi nichts abseits der Hauptstory zu entdecken, von ein paar wenigen Rätseln für ein paar Achievements einmal abgesehen. In Dialogen habt ihr zumeist mehrere Antwortmöglichkeiten, aber die Auswirkungen beschränken sich darauf, dass euch in künftigen Gesprächen mehr oder weniger Reaktionen zur Verfügung stehen. Die eigentliche Story ändert sich dadurch nicht. Zum Schluss erwarten euch zwar zwei unterschiedliche Enden, ein positiveres und ein negativeres. Beide sind jedoch gegeneinander austauschbar. Sämtliche Rätsel sind anspruchslos, die Lösung liegt zumeist auf der Hand. Für wen lohnt sich Nobody Wants to Die also? Wer für das Szenario etwas übrig hat und ansonsten lediglich eine Art interaktiven Film spielen möchte, der wird für 5-6 Stunden gut unterhalten. Im Sale für wenige EUR gekauft, sollte man dem Spiel unbedingt eine Chance geben. Fallen diese Positivpunkte jedoch nicht stark ins Gewicht, bleibt ein kurzer Ausflug in eine Welt, in der man permanent das Gefühl hat, das es so viel mehr zu erzählen und zu entdecken gäbe. Wertung: 4 von 10 Punkte