24. Juni24. Jun Subnautica – von dem Spiel dürften die meisten von euch bereits gehört haben, gilt es doch als eines der besten Survival- und Erkundungsspiele der jüngeren Zeit, und nicht zuletzt der Early-Access-Start des Nachfolgers vor einigen Wochen sollte dazu beigetragen haben, dass die Serie wieder präsenter geworden ist. Doch obwohl der Titel schon länger in meiner Steam-Bibliothek schlummert, habe ich Subnautica bis jetzt nie richtig gespielt. Ein, zwei Versuche gab es vor ein paar Jahren, aber die endeten jeweils nach wenigen Minuten, weil ich nach dem Spielstart schlicht nicht wusste, was das Spiel überhaupt von mir will. Tutorial? Fehlanzeige, ihr werdet im wahrsten Sinne „ins kalte Wasser geworfen“.Was also fasziniert so viele Leute an dem Spiel, das auf Steam ca. 96% positive Bewertungen hat? Eine Chance wollte ich dem Titel dann doch noch einräumen… und diesmal waren meine Erfahrungen ganz andere als zuvor!Eine Reise in die Tiefen eines fremden OzeansSubnautica ist ein Open-World-Survival-Spiel des Entwicklerstudios Unknown Worlds Entertainment. Das Spiel verbindet Erkundung, Ressourcenmanagement, Crafting und eine spannende Geschichte. Anders als viele andere Survival-Spiele spielt Subnautica nicht in einer postapokalyptischen Welt oder auf einer verlassenen Insel, sondern fast vollständig unter Wasser. Nach einem Raumschiffabsturz findet ihr euch auf einem fremden Planeten wieder, dessen Oberfläche größtenteils von einem riesigen Ozean bedeckt ist. Eure einzige Aufgabe: Überleben, die Umgebung und die Geheimnisse rund um den Absturz erforschen und den Planeten wieder verlassen.Schon nach wenigen Minuten wird deutlich, dass Subnautica mehr sein möchte als ein gewöhnliches Survival-Spiel. Statt ausschließlich auf Kampf oder Ressourcenabbau zu setzen, legt das Spiel seinen Schwerpunkt auf Erkundung, Atmosphäre und das Gefühl, eine unbekannte Welt zu entdecken. Dadurch entsteht ein Erlebnis, das sich deutlich von vielen Genre-Konkurrenten abhebt.Doch wie schreibt man über ein Spiel, das die Erkundung des Unbekannten und die damit verbundenen Überraschungen als wesentliches Element enthält, ohne zu viel zu verraten? Die folgenden Zeilen sind spoilerfrei gehalten, werden euch aber (hoffentlich) dennoch vermitteln, was Subnautica ausmacht.Eine Unterwasserwelt, die zum Staunen einlädtDie Grafik gehört zu den größten Stärken von Subnautica. Obwohl das Spiel bereits einige Jahre alt ist, kann sich die visuelle Präsentation noch immer sehen lassen. Besonders beeindruckend ist die Gestaltung der Unterwasserwelt. Die verschiedenen Biome unterscheiden sich deutlich voneinander und vermitteln jeweils eine eigene Atmosphäre.Zu Beginn erkundet ihr farbenfrohe Korallenriffe mit leuchtenden Pflanzen und friedlichen Lebewesen. Mit zunehmendem Spielfortschritt entdeckt ihr jedoch immer ungewöhnlichere Regionen. Riesige Höhlensysteme, geheimnisvolle Tiefseegebiete, vulkanische Landschaften und fremdartige Ökosysteme sorgen dafür, dass die Welt ständig neue Überraschungen bereithält.Die Entwickler haben großen Wert auf die Gestaltung der Flora und Fauna gelegt. Viele Pflanzen und Tiere wirken einzigartig und passen perfekt in die außerirdische Umgebung. Besonders gelungen ist dabei die Kombination aus realistischen Einflüssen und kreativen Science-Fiction-Ideen. Dadurch entsteht eine Welt, die glaubhast wirkt und gleichzeitig voller Fantasie steckt.Auch die Beleuchtung trägt erheblich zur Atmosphäre bei. Sonnenstrahlen dringen durch die Wasseroberfläche und erzeugen beeindruckende Lichtspiele. In größeren Tiefen wird das Licht zunehmend schwächer, wodurch eine bedrohliche Stimmung entsteht. Je tiefer ihr vordringt, desto dunkler und unheimlicher wird die Umgebung.Natürlich zeigt das Alter des Spiels an einigen Stellen auch Schwächen. Manche Texturen sind vergleichsweise einfach gehalten. Dennoch bleibt der Gesamteindruck sehr positiv.Wenn die Stille bedrohlich wirdDer Sound ist ein weiterer Bereich, in dem Subnautica besonders glänzt. Viele Spiele unterschätzen die Bedeutung von Geräuschen für die Atmosphäre, doch hier wird deutlich, wie wichtig eine gelungene Klangkulisse sein kann.Die Musik ist meist zurückhaltend und setzt gezielt Akzente. Während friedlicher Erkundungstouren begleiten euch ruhige und entspannende Klänge. In gefährlichen Situationen wird die Musik dagegen intensiver und erzeugt Spannung. Dadurch unterstützt sie die Stimmung, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen.Noch wichtiger sind jedoch die Umgebungsgeräusche. Das Rauschen des Wassers, das Summen technischer Geräte und die Laute der verschiedenen Lebewesen sorgen dafür, dass die Spielwelt glaubhaft wirkt. Besonders beeindruckend ist, wie unterschiedlich sich die einzelnen Regionen anhören. Jede Umgebung besitzt ihre eigene akustische Identität.Ein großes Highlight sind die Geräusche der größeren Kreaturen. Oft hört ihr ein entferntes Brüllen oder Knurren, bevor ihr überhaupt erkennen könnt, woher das Geräusch stammt. Dadurch entsteht eine ständige Anspannung, die vor allem in unbekannten Gebieten sehr effektiv funktioniert.Überleben zwischen Neugier und GefahrZu Beginn verfügt ihr nur über wenige Ressourcen und müsst zunächst grundlegende Bedürfnisse erfüllen. Nahrung, Wasser und Sauerstoff spielen eine wichtige Rolle. Schon früh lernt ihr deshalb, die Umgebung aufmerksam zu beobachten und Materialien zu sammeln. Mit den gefundenen Ressourcen könnt ihr neue Werkzeuge herstellen. Diese ermöglichen euch wiederum den Zugang zu weiteren Gebieten und Ressourcen. Dadurch entsteht ein motivierender Fortschrittskreislauf. Jede neue Entdeckung eröffnet zusätzliche Möglichkeiten und macht euch unabhängiger.Der wichtigste Bestandteil des Gameplays ist jedoch die Erkundung. Die Spielwelt lädt dazu ein, immer tiefer vorzudringen und neue Regionen zu entdecken. Dabei werdet ihr regelmäßig mit interessanten Fundorten, geheimnisvollen Strukturen oder seltenen Ressourcen belohnt.Auch der Basisbau spielt eine bedeutende Rolle. Ihr könnt eure eigene Unterwasserbasis errichten und nach euren Vorstellungen erweitern. Mit der Zeit entstehen komplexe Anlagen mit Wohnräumen, Lagerbereichen, Forschungseinrichtungen und Energieversorgungssystemen.Zusätzlich stehen euch verschiedene Fahrzeuge zur Verfügung. Diese erleichtern nicht nur die Fortbewegung, sondern eröffnen auch den Zugang zu gefährlicheren Regionen. Jedes Fahrzeug besitzt eigene Stärken und Einsatzmöglichkeiten, wodurch zusätzliche strategische Entscheidungen entstehen.Mehr als nur ein Survival-SpielMan muss es klar sagen: Subnautica nimmt euch nicht an die Hand. Ihr müsst euch auf die Spielwelt einlassen und bereit dazu sein, nach Lösungen zu suchen, wie ihr den Planeten wieder verlassen könnt. Ihr findet Hinweise in der Spielwelt, aber ihr müsst danach suchen. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, das Spiel zu spielen: Entweder ihr sucht online nach Lösungen, wenn ihr vorübergehend nicht weiterwisst. In diesem Fall lässt sich Subnautica wahrscheinlich innerhalb von 20-30 Stunden durchspielen. Oder aber ihr sucht, erkundet und probiert selbst aus, was alles möglich ist. Dann werdet ihr locker 100-150 Stunden in Subnautica verbringen.Ich empfehle euch ganz klar den letzteren Weg (und habe es selbst so gemacht): Nach insgesamt ca. 120 Stunden habe ich das Spiel komplett durchgespielt, alle Achievements erreicht, und dabei keine Wikis oder sonstige Hilfen in Anspruch genommen. Zum Glück! Das Gefühl, selbst auf Erkundung zu gehen ohne zu wissen, was einen erwartet, wird hier belohnt wie in kaum einem anderen Spiel. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt in einem Spiel so viele „Wow!“-Momente hatte.Ist es also das perfekte Spiel? Bei all den Lobesreden stellt sich natürlich auch die Frage, was nicht so gut funktioniert. Ja, es gibt sie, die Schattenseiten von Subnautica. Wie gesagt gibt es keine wirkliche Hilfe beim Spielbeginn. Das könnte den einen oder anderen Spieler abschrecken (mich hat es das anfangs ja auch), der nicht sofort erkennt, was genau zu tun ist. Zum Teil sind auch längere Sammelphasen von Ressourcen erforderlich, um die benötigten Materialien für einzelne Crafting-Rezepte zusammen zu bekommen. Eine Orientierung in der großen Spielwelt fällt anfangs schwer. Das wird aber immer besser, weil die Welt wirklich einzigartig ist und viele markante Orte aufweist. Und die Story ist zwar für das Szenario passend, gewinnt aber nicht gerade einen Preis für besondere Originalität und besonders wendungsreich ist sie ebenfalls nicht.Trotzdem: Subnautica gehört zu den besten Survival-Spielen der letzten Jahre. Es bietet ein außergewöhnliches Abenteuer voller Entdeckungen, Spannung und unvergesslicher Momente in einer der faszinierendsten Spielwelten, die das Genre zuletzt hervorgebracht hat. Subnautica ist definitiv ein Spiel, das in Erinnerung bleiben wird.Wertung: 9 von 10 Punkten Vollständigen Eintrag anzeigen
26. Juni26. Jun mega spiel! ist gerade auch im sale, wer das noch nicht kennt sollte zuschlagen. ich habe es damals gesuchtet und bin auch am überlegen, subnautica 2 zu holen. das ist aber noch im early access...
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